1Symbolfotolavera NATURKOSMETIK
lavera Kids Zahncreme fluoridfrei 0-6 Jahre 75 ml
ohne Fluorid · für Kinder · 17 Inhaltsstoffe
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Teil-Rangliste nach Inhaltsstoffen
„Beste“ heißt hier: höchster Score nach unserer offengelegten Formel. Das ist unsere Einordnung der Inhaltsstoffe, kein allgemeingültiges Urteil über Wirkung oder Qualität. So bewerten wir
Wir haben 27 Kinderzahnpasten nach offener Methodik nach ihren Inhaltsstoffen bewertet. Den höchsten Score teilen sich 2 Produkte, in der Liste zuerst lavera Kids Zahncreme fluoridfrei 0-6 Jahre 75 ml (93 von 100).
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Von 27 Kinderzahnpasten haben zwei den höchsten Score (93 von 100). Die Top 3 nach Score sind lavera Kids Zahncreme fluoridfrei 0-6 Jahre 75 ml (93), Weleda Kinder-Zahngel fluoridfrei 50 ml (93) und nenedent Kinderzahncreme ohne Fluorid 0 bis 6 Jahre 50 ml (91). Die Kinderzahnpasta mit Fluorid mit dem höchsten Score ist Dentinox Baby Zahnpasta Mundflora+ mit Fingerzahnbürste 0 bis 2 Jahre 30 ml (88).
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ohne Fluorid · für Kinder · 17 Inhaltsstoffe
2Symbolfotoohne Fluorid · für Kinder · 9 Inhaltsstoffe
3Symbolfotoohne Fluorid · für Kinder · 11 Inhaltsstoffe
Zahnpasta mit und ohne Fluorid, mit und ohne Hydroxylapatit steht bei uns rein nach Score in Rangliste und Top 3. Fluoridverbindungen stufen wir mit Stufe 1 ein; das bildet die Kennzeichnungspflicht und die Höchstmenge der Kosmetikverordnung ab und ist kein Urteil gegen Fluorid. Fachgesellschaften empfehlen zur Kariesvorbeugung Zahnpasta mit Fluorid, für Kinder in altersgerechter Menge. Ob ein Produkt Fluorid enthält, steht beim Produkt; der Score bewertet Inhaltsstoffe, nicht die Wirkung gegen Karies. Quellen: BfR-FAQ: Fluorid, ein wichtiger Baustoff für die Zähne; Bundeszahnärztekammer: Fluoridierungsmaßnahmen zur Prophylaxe von Zahnkaries (Juni 2024).
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Zahnpasten, die der Hersteller für Kinder oder Babys auslobt.
18 der 27 Produkte mit Fluorid, neun ohne Fluorid. Ein Klick zeigt sie im Finder.
Sortiert wird nur nach Score. Bei gleichem Score steht das Produkt mit mehr geprüften Kriterien vorn, danach entscheidet der Name (alphabetisch). Der Finder oben grenzt die Liste ein.
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23SymbolfotoSensodyne
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Teil-Ranglisten und „Ohne“-Listen, jede nach derselben Formel sortiert.
Listen und Ranglisten mit demselben Kriterium für andere Produktarten, jede nach derselben Formel sortiert.
Weitere Ranglisten und Listen für Produkte, die der Hersteller für Babys oder Kinder auslobt, jede nach derselben Formel sortiert.
Unser Score ordnet nur die deklarierten Inhaltsstoffe ein, dazu Kunststoffpolymere, Rückrufe und Siegel. 9 von 27 Kinderzahnpasten sind „unauffällig“ (Score ab 85, keine Stoffe der Stufe 2 und 3), 1 enthalten mindestens einen Stoff der Stufe 2, keines einen der Stufe 3.
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Sachliche Hinweise zu einzelnen Stoffen, jeweils mit Quelle.
Fluorid ist der Wirkstoff, den Bundeszahnärztekammer und BfR zur Kariesvorbeugung empfehlen. Wir bewerten fluoridhaltige Zahnpasta deshalb nicht schlechter.
In sehr hohen Mengen ist Fluorid toxisch: Eine akut sehr hohe Aufnahme kann laut BfR Übelkeit, Erbrechen, Bauchschmerzen und Durchfall auslösen, die kleinste Dosis mit Magen-Darm-Beschwerden liegt bei 0,4 bis 5 mg je Kilogramm Körpergewicht. Bei Kindern bis etwa acht Jahren kann zu viel Fluorid weiße Flecken im Zahnschmelz verursachen (Fluorose). Deshalb gelten Höchstgehalte und die Mengenangaben für Kinder: reiskorngroß bis zwei Jahre, erbsengroß bis sechs Jahre.
Bei bestimmungsgemäßem Gebrauch empfehlen BfR und Bundeszahnärztekammer nach aktuellem Stand fluoridhaltige Zahnpasta; in angemessener Dosierung trägt Fluorid laut BfR dazu bei, das Kariesrisiko zu senken. Manche Quellen sehen Fluorid kritischer: Eine Übersichtsarbeit des US National Toxicology Program (2024) bringt hohe Fluoridmengen im Trinkwasser, über 1,5 mg je Liter, mit einem niedrigeren IQ bei Kindern in Verbindung; Zahnpasta hat sie nicht gesondert bewertet.
Quellen: BfR-FAQ: Fluorid, ein wichtiger Baustoff für die Zähne (17.03.2026); Bundeszahnärztekammer: Fluoridierungsmaßnahmen zur Prophylaxe von Zahnkaries (Stellungnahme, Juni 2024) (01.06.2024); NTP Monograph on Fluoride Exposure and Neurodevelopment and Cognition (US National Toxicology Program) (21.08.2024)
Hydroxylapatit ist ein Calciumphosphat wie im natürlichen Zahnschmelz. In einer randomisierten Studie mit 189 Erwachsenen schützte eine fluoridfreie Hydroxylapatit-Zahnpasta über 18 Monate ähnlich gut vor neuer Karies wie eine Zahnpasta mit 1.450 ppm Fluorid (Paszynska u. a., Frontiers in Public Health 2023). Die Studie wurde vom Hersteller Dr. Kurt Wolff GmbH & Co. KG (KAREX) und den beteiligten Universitäten finanziert, drei Autoren sind dort angestellt, und die Testzahnpasta war mit KAREX-Produkten vergleichbar. Die Verbraucherzentrale hält die von Herstellern angeführten Studien für nicht aussagekräftig und bezeichnet die langfristigen Folgen als nicht erforscht. Die Studienlage zu Hydroxylapatit ist dünner als zu Fluorid, unabhängige Langzeitstudien fehlen.
Zur Kariesvorbeugung empfehlen BfR und Bundeszahnärztekammer fluoridhaltige Zahnpasta. Ob eine Zahnpasta mit Hydroxylapatit zusätzlich Fluorid enthält, steht bei jedem Produkt. Wir bewerten Inhaltsstoffe, nicht die Wirkung gegen Karies.
Quellen: Paszynska u. a.: Caries-preventing effect of a hydroxyapatite-toothpaste in adults: a 18-month double-blinded randomized clinical trial, Frontiers in Public Health 11 (2023) (18.07.2023); Verbraucherzentrale: Repariert Zahnpasta mit Hydroxylapatit den Zahnschmelz? (Stand 17.04.2025); BfR-FAQ: Fluorid, ein wichtiger Baustoff für die Zähne (17.03.2026); Bundeszahnärztekammer: Fluoridierungsmaßnahmen zur Prophylaxe von Zahnkaries (Stellungnahme, Juni 2024) (01.06.2024)
Stufe 2 heißt: Eine Behörde oder ein Fachausschuss sieht ein Risiko, nennt keine sichere Höchstmenge, oder ein Beschränkungsverfahren läuft. 1 von 27 Kinderzahnpasten enthalten einen solchen Stoff, Stufe 3 kommt in keinem vor.
Den höchsten Score (93) erreichen lavera Kids Zahncreme fluoridfrei 0-6 Jahre 75 ml, Weleda Kinder-Zahngel fluoridfrei 50 ml. Die Kinderzahnpasta mit Fluorid mit dem höchsten Score ist Dentinox Baby Zahnpasta Mundflora+ mit Fingerzahnbürste 0 bis 2 Jahre 30 ml mit 88. Die Tabelle zeigt alle 27 mit Angaben, Zahl der Inhaltsstoffe und Stoffen der Stufe 2 und 3.
Quelle: eigene Einordnung nach Formel 2.2, Zutatenliste laut Hersteller und Handel. So sortieren wir
Score 0 bis 100 nach offener Formel 2.2: Inhaltsstoffe (75 Prozent), Umwelt: Kunststoffpolymere (10 Prozent), Bio- oder Naturkosmetik-Siegel (5 Prozent) und Rückrufe und Behördenwarnungen (10 Prozent) (ein Siegel nur mit Beleg in der Datenbank des Siegelgebers). Je höher, desto weniger auffällige Stoffe. Kein Testurteil, keine Aussage zu Wirkung oder Verträglichkeit. So sortieren wir
Jeder Abschnitt mit Quellen und Datum der Quelle.
In Deutschland gab es lange unterschiedliche Empfehlungen von Kinderärzten und Zahnärzten. Seit 2021 gibt es gemeinsame Handlungsempfehlungen, veröffentlicht vom Netzwerk der Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung (BLE) für junge Familien (Stand 29.04.2021). Beteiligt waren unter anderem die Deutsche Gesellschaft für Kinder- und Jugendheilkunde, die Deutsche Gesellschaft für Kinderzahnheilkunde, die Deutsche Gesellschaft für Zahn-, Mund- und Kieferheilkunde, der Berufsverband der Kinder- und Jugendärzte und das BfR. Danach trägt die Anwendung von Fluorid wesentlich dazu bei, das Kariesrisiko zu senken.
Vom ersten Zahn bis zum ersten Geburtstag wählen Eltern zusammen mit Kinderarzt oder Zahnarzt einen von zwei Wegen: weiter täglich eine Tablette mit 0,25 mg Fluorid und Vitamin D und Zähneputzen ohne Zahnpasta oder mit wenig fluoridfreier Zahnpasta. Oder eine Tablette nur mit Vitamin D und bis zu zweimal täglich eine reiskorngroße Menge Zahnpasta mit 1000 ppm Fluorid.
Ab zwölf Monaten wird für alle Kinder zweimal täglich Zähneputzen mit Zahnpasta mit 1000 ppm Fluorid empfohlen. Bis zum zweiten Geburtstag nimmst du jeweils bis zu 0,125 g, das ist eine reiskorngroße Menge. Vom zweiten bis zum sechsten Geburtstag sind es jeweils bis zu 0,25 g, eine erbsengroße Menge. Der Fluoridgehalt bleibt von 0 bis 6 Jahren gleich, nur die Menge wird dem Alter angepasst. Die Zahnpasta tragen die Eltern auf.
Ab sechs Jahren empfehlen die Kassenzahnärztliche Bundesvereinigung (KZBV, Stand Mai 2025) und die Bundeszahnärztekammer zweimal täglich eine Junior- oder Erwachsenenzahnpasta mit 1450 ppm Fluorid. Laut KZBV enthalten Juniorzahnpasten gleich viel Fluorid wie Erwachsenenzahnpasten und unterscheiden sich im Geschmack. Kinder können meist erst mit etwa acht Jahren allein gründlich putzen; bis dahin putzen Eltern nach.
Unsere Rangliste für Kinderzahnpasta umfasst derzeit 27 Produkte. 18 davon enthalten laut Zutatenliste Fluorid, als Natriumfluorid, Natriummonofluorphosphat oder beides. 9 kommen ohne Fluorid aus. Fluoridverbindungen stufen wir mit Stufe 1 ein; das bildet die Kennzeichnungspflicht und die Höchstmenge der Kosmetikverordnung ab, keine Bewertung der Wirkung. Der Abzug dafür ist klein. Der Score hängt von den übrigen Inhaltsstoffen ab.
11 fluoridhaltige Produkte sind für Kinder unter sechs Jahren gedacht: 9 mit 1000 ppm, 1 mit 950 ppm und 1 mit 500 ppm. 7 Produkte richten sich an Kinder ab sechs Jahren: 6 mit 1450 ppm, 1 mit 1200 ppm. Damit liegen 3 Produkte unter dem Wert, den die Empfehlungen für ihre Altersangabe nennen. Das BLE-Netzwerk schreibt dazu, viele Kinderzahnpasten hätten 500 ppm, was nicht mehr empfohlen wird.
Den Fluoridgehalt findest du auf der Tube und auf unseren Produktseiten, soweit der Hersteller ihn angibt. Achte auch auf die Altersangabe, denn Kinder- und Juniorzahnpasta unterscheiden sich im empfohlenen Gehalt.
3 Produkte der Rangliste enthalten Hydroxylapatit, ein Calciumphosphat. Sie sind fluoridfrei. Wir zeigen Hydroxylapatit auf der Produktseite sichtbar an. Die Empfehlungen von BLE-Netzwerk und KZBV beziehen sich auf Fluorid.
Säuglinge und Kleinkinder können Zahnpasta noch nicht richtig ausspucken. Nach Annahmen eines wissenschaftlichen Ausschusses der EU-Kommission verschlucken Kleinkinder 20 bis 40 Prozent der verwendeten Zahnpasta, bei jüngeren Kindern wurden in Studien auch 64 bis 84 Prozent beobachtet. Studien weisen außerdem darauf hin, dass Eltern oft deutlich mehr Zahnpasta nehmen als empfohlen.
Wird über längere Zeit zu viel Fluorid aufgenommen, kann sich bis zum Alter von etwa acht Jahren eine Dentalfluorose bilden. Das BfR beschreibt sie als Mineralisationsstörung des Zahnschmelzes vor dem Durchbruch der Zähne, die sich durch weißliche Flecken zeigt; in schwereren Fällen kann es zu Verfärbungen bis zum Verlust von Zahnschmelz kommen. Mit etwa acht Jahren ist der Zahnschmelz der bleibenden Zähne ausgereift, danach ist er dafür nicht mehr anfällig.
Bei richtiger Dosierung und einem Fluoridgehalt im Trinkwasser unter 0,3 mg je Liter erwarten die Handlungsempfehlungen keine Überschreitung der tolerierbaren Tageshöchstmenge. In Deutschland enthalten laut BfR mehr als 90 Prozent der untersuchten Trinkwasserproben weniger als 0,3 mg Fluorid je Liter. Wie viel es bei dir ist, erfährst du bei deinem Wasserversorger.
Fluorid kommt auch aus anderen Quellen. Fluoridhaltige Zahnpasta und Fluoridtabletten sollen nicht zusammen verwendet werden. Bei mehr als 0,7 mg Fluorid je Liter im Trinkwasser raten die Handlungsempfehlungen von fluoridiertem Speisesalz ab. Mineralwasser mit mehr als 1,5 mg Fluorid je Liter muss laut BfR den Hinweis tragen, dass es für Säuglinge und Kinder unter sieben Jahren nicht zum regelmäßigen Verzehr geeignet ist.
Die Handlungsempfehlungen von 2021 sind beim Geschmack deutlich: Ein attraktiver, lebensmittelähnlicher Geschmack führt dazu, dass Kinder Zahnpasta eher verschlucken. Das BLE-Netzwerk beschreibt die empfehlenswerte Zahnpasta für die ersten sechs Jahre deshalb als farb- und geschmacksneutral, mit 1000 ppm Fluorid. Von stark aromatisierten oder gesüßten Produkten raten die Autoren ausdrücklich ab.
Xylit (Xylitol) und Sorbit (Sorbitol) sind Zuckeralkohole. Die EU-Datenbank CosIng führt Xylit unter anderem als Geschmacksstoff und Feuchthaltemittel, Sorbit als Feuchthaltemittel. Beide sind in der Kosmetikverordnung nicht beschränkt.
Zu Xylit gibt es eine Cochrane-Übersicht. Danach könnte fluoridhaltige Zahnpasta mit 10 Prozent Xylit bei Kindern über zweieinhalb bis drei Jahre Karies um etwa 13 Prozent stärker vorbeugen als Zahnpasta nur mit Fluorid. Die Autoren bewerten die Aussagekraft als gering, weil das Ergebnis aus zwei Studien derselben Forschungsgruppe stammt. Grundlage bleibt in beiden Fällen das Fluorid.
In unserer Rangliste nennen 26 von 27 Kinderzahnpasten Aroma in der Zutatenliste, die übrigen enthalten ätherische Öle wie Minzöle. Eine Zahnpasta ganz ohne Aroma, ätherisches Öl und Farbstoff gibt es dort derzeit nicht. 9 Produkte enthalten einen Farbstoff (CI-Nummer). Einen Süßstoff enthalten 14: 11 Saccharin, 2 Steviolglycoside oder Steviaextrakt, 1 Sucralose. Xylit steht in 14, Sorbit in 18 Produkten.
Die Handlungsempfehlungen sehen fluoridfreie Zahnpasta nur in bestimmten Fällen vor. Im ersten Lebensjahr ist sie eine Möglichkeit, wenn das Kind weiter Fluoridtabletten bekommt. Außerdem kommt sie infrage, wenn ein Säugling überwiegend mit Säuglingsnahrung ernährt wird, die mit Wasser ab 0,3 mg Fluorid je Liter zubereitet wird; dann ist alternativ einmal täglich eine reiskorngroße Menge fluoridhaltiger Zahnpasta vorgesehen.
Ab dem ersten Geburtstag empfehlen Kinder- und Zahnärzte fluoridhaltige Zahnpasta mit 1000 ppm für alle Kinder (BLE-Netzwerk, 2021). Eine Cochrane-Übersicht zeigt, dass Zahnpasta mit 1500 ppm Fluorid im Milchgebiss Karies im Vergleich zu fluoridfreier Zahnpasta verringert. Fluoridfreie Kinderzahnpasta ist damit die Ausnahme. In unserer Rangliste sind 9 von 27 Produkten fluoridfrei.
Wenn du fluoridfreie Zahnpasta verwenden möchtest, sprich mit der Kinderarzt- oder Zahnarztpraxis. Dort lässt sich klären, wie du Karies bei deinem Kind dann auf anderem Weg vorbeugst. Die Handlungsempfehlungen sehen diese Beratung bei den Früherkennungsuntersuchungen vor.
Achte zuerst auf den Fluoridgehalt passend zum Alter: 1000 ppm bis zum sechsten Geburtstag, danach 1450 ppm (BLE-Netzwerk 2021, KZBV 2025). Auf Erwachsenenzahnpasta mit 1000 bis 1500 ppm steht nach der Kosmetikverordnung der Hinweis, Kinder bis sechs Jahre sollten nur eine erbsengroße Menge unter Aufsicht verwenden. Für Kinder unter sechs Jahren empfehlen die Fachgesellschaften aber Kinderzahnpasta mit 1000 ppm.
Reiskorngroß und erbsengroß lassen sich mit üblichen Tuben schwer genau abmessen. Die Handlungsempfehlungen raten deshalb zu Produkten, die das Dosieren erleichtern, etwa durch kleinere Tubenöffnungen oder eine Abbildung der empfohlenen Menge auf der Tube.
Ein Blick in die Zutatenliste lohnt sich auch bei Kinderprodukten. Aroma kann Duftstoff-Allergene wie Menthol enthalten; ab 0,01 Prozent müssen sie in Zahnpasta einzeln genannt werden. In unserer Rangliste steht Menthol bei 8 von 27 Produkten. Titandioxid steht als CI 77891 in der Liste; der SCCS konnte 2024 für fast alle in Mundpflege verwendeten Sorten ein genotoxisches Potenzial nicht ausschließen. In keiner der 27 Kinderzahnpasten unserer Rangliste ist es enthalten.
4 der 27 Produkte enthalten einen Konservierungsstoff aus Anhang V der Kosmetikverordnung: Natriumbenzoat, Benzylalkohol oder Phenoxyethanol. Diese Stoffe sind dort mit Höchstmengen zugelassen.
Ausführliche Antworten mit Quellen.
Ein bestes Produkt für alle gibt es nicht; Wirkung, Verträglichkeit, Qualität und Preis bewerten wir nicht. Unser Score beantwortet nur eine Frage: Welche Stoffe stehen laut Zutatenliste drin, und wie ordnen öffentliche Quellen diese Stoffe ein?
Von 27 Kinderzahnpasten haben zwei den höchsten Score (93 von 100). Die Top 3 nach Score sind lavera Kids Zahncreme fluoridfrei 0-6 Jahre 75 ml (93), Weleda Kinder-Zahngel fluoridfrei 50 ml (93) und nenedent Kinderzahncreme ohne Fluorid 0 bis 6 Jahre 50 ml (91). Die Kinderzahnpasta mit Fluorid mit dem höchsten Score ist Dentinox Baby Zahnpasta Mundflora+ mit Fingerzahnbürste 0 bis 2 Jahre 30 ml (88). Zur Kariesvorbeugung empfehlen das Bundesinstitut für Risikobewertung und die Bundeszahnärztekammer Zahnpasta mit Fluorid; welche für dich passt, besprichst du am besten in deiner Zahnarztpraxis.
Quelle: BfR-FAQ Fluorid, 17.03.2026; Bundeszahnärztekammer, Juni 2024; eigene Einordnung nach Formel 2.2
Sortiert wird nur nach Score. Bei gleichem Score steht das Produkt mit mehr geprüften Kriterien vorn, danach entscheidet der Name (alphabetisch). Grundlage ist die Zutatenliste des Herstellers mit Quelle. Eine Vorauswahl von Hand oder einen Vorrang für einzelne Stoffe gibt es nicht.
Die Top 3 sind die ersten drei der Rangliste. Zahnpasta mit und ohne Fluorid, mit und ohne Hydroxylapatit behandeln wir nach denselben Regeln. Fluoridverbindungen stufen wir mit Stufe 1 ein; das bildet die Kennzeichnungspflicht und die Höchstmenge der Kosmetikverordnung ab und ist kein Urteil gegen Fluorid. Affiliate-Provisionen haben auf Reihenfolge und Top 3 keinen Einfluss, und kein Hersteller kann eine Platzierung kaufen.
Quelle: Methodik, So sortieren wir
Ab dem ersten Geburtstag empfehlen Kinder- und Zahnärzte für alle Kinder zweimal täglich Zähneputzen mit Zahnpasta mit 1000 ppm Fluorid. Schon ab dem ersten Zahn ist eine reiskorngroße Menge möglich, wenn das Kind keine Fluoridtabletten bekommt (BLE-Netzwerk, Stand 29.04.2021).
Reiskorngroß sind bis zu 0,125 g Zahnpasta, erbsengroß bis zu 0,25 g. Die reiskorngroße Menge gilt bis zum zweiten Geburtstag, die erbsengroße vom zweiten bis zum sechsten Geburtstag.
Kleine Kinder verschlucken immer einen Teil der Zahnpasta. Mit der empfohlenen Menge und einem Trinkwasser unter 0,3 mg Fluorid je Liter erwarten die Fachgesellschaften keine zu hohe Fluoridaufnahme. Wird über längere Zeit zu viel Fluorid aufgenommen, können bis etwa acht Jahre weißliche Flecken auf den Zähnen entstehen.
Die Dentalfluorose ist laut BfR eine Mineralisationsstörung des Zahnschmelzes durch zu viel Fluorid vor dem Zahndurchbruch. Sie zeigt sich durch weißliche Flecken, in schwereren Fällen durch Verfärbungen. Die Anfälligkeit endet mit etwa acht Jahren.
Nur in Ausnahmefällen, etwa im ersten Lebensjahr zusammen mit Fluoridtabletten. Ab dem ersten Geburtstag empfehlen Kinder- und Zahnärzte fluoridhaltige Zahnpasta für alle Kinder. In unserer Rangliste sind 9 von 27 Produkten fluoridfrei; Fluoridverbindungen stufen wir mit Stufe 1 ein, weil die Kosmetikverordnung Höchstmenge und Pflichthinweis vorschreibt, nicht als Urteil gegen Fluorid. Wer davon abweichen möchte, sollte das mit der Kinderarzt- oder Zahnarztpraxis besprechen.
Ab sechs Jahren empfiehlt die KZBV (Stand Mai 2025) zweimal täglich eine Junior- oder Erwachsenenzahnpasta mit 1450 ppm Fluorid. Juniorzahnpasten enthalten gleich viel Fluorid wie Erwachsenenzahnpasten, sie unterscheiden sich im Geschmack.
Eine Cochrane-Übersicht fand nur schwache Hinweise, dass fluoridhaltige Zahnpasta mit Xylit Karies etwas stärker vorbeugt als Zahnpasta nur mit Fluorid. Entscheidend ist das Fluorid. Die Fachgesellschaften raten zudem zu Zahnpasta ohne süßen Geschmack.
Als bedenklich (Stufe 2) führen wir Stoffe, bei denen eine Behörde oder ein Fachausschuss ein Risiko sieht und keine sichere Höchstmenge nennt oder ein Beschränkungsverfahren läuft; ein Warnhinweis oder eine Höchstmenge allein ergibt Stufe 1; jede Einstufung steht mit Quelle im Stoff-Lexikon. Stufe 3 (Schadstoff im engeren Sinn) kommt in keinem der 27 Produkte vor.
In dieser Teil-Rangliste: Carrageen in 1 von 27 Produkten. Ohne einen Stoff der Stufe 2 oder 3 kommen 26 aus. Die Stufe beschreibt den Stoff, nicht die Menge im Produkt.
Quelle: Stoff-Lexikon
Der Score ordnet die deklarierten Angaben nach unserer offenen Methodik ein. Gewichtet werden Inhaltsstoffe (75 Prozent), Umwelt: Kunststoffpolymere (10 Prozent), Bio- oder Naturkosmetik-Siegel (5 Prozent) und Rückrufe und Behördenwarnungen (10 Prozent); ein Siegel zählt nur mit Beleg in der Datenbank des Siegelgebers. Je höher der Score, desto weniger auffällige Stoffe.
Der Score ist kein Testurteil und keine Sicherheitsbewertung. In dieser Teil-Rangliste reichen die Scores von 52 bis 93, der Median liegt bei 84. Maßgeblich ist immer die Angabe auf der Verpackung.
Einen festen Rhythmus versprechen wir nicht. Wann wir die Daten zuletzt geprüft haben, steht unten auf jeder Seite. Ändert ein Hersteller seine Rezeptur und erfahren wir davon, kann sich die Einordnung nach derselben Formel ändern.
Fällt dir eine Abweichung zwischen Packung und unserer Angabe auf, melde sie uns gern; einen Anspruch auf Prüfung oder Antwort gibt es nicht. Hersteller können Belege schicken und eine kurze, sachliche Stellungnahme einreichen. Maßgeblich ist immer die Angabe auf der Verpackung.
Zutatenliste je Produkt laut Hersteller und Handel, jede Stoffeinstufung mit Quelle im Stoff-Lexikon.
Hersteller ändern Rezepturen. Unsere Angaben stammen aus der hinterlegten Zutatenliste; maßgeblich ist, was auf deiner Packung steht. Abweichung gefunden? Melde sie uns.
* Links mit Sternchen sind Affiliate-Links. Kaufst du darüber, erhalten wir eine Provision, dein Preis bleibt gleich. Auf Score und Reihenfolge hat das keinen Einfluss.
Steht „Anzeige · Erfahrungsbericht“ an einem Produkt, hat der Hersteller das Produkt gestellt oder eine Aufwandspauschale gezahlt. Erfahrungsberichte zählen weder in Score noch Reihenfolge.
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