NatriummonofluorphosphatSODIUM MONOFLUOROPHOSPHATEStufe 1 · umstritten
Natriummonofluorphosphat setzt im Mund Fluorid frei und wird zur Kariesvorbeugung eingesetzt (CosIng: Mundpflege, gegen Zahnbelag). Fachgesellschaften aus Kinder- und Zahnmedizin empfehlen seit 2021 einheitlich Zahnpasta mit 1000 ppm Fluorid für Kinder ab dem ersten Zahn, in reiskorngroßer und ab zwei Jahren erbsengroßer Menge (Berg et al. 2021). Diskutiert wird vor allem Zahnfluorose bei Kleinkindern, die Zahnpasta verschlucken; der SCCP sah bei 1000 bis 1500 ppm und bestimmungsgemäßem Gebrauch nur ein minimales Fluoroserisiko, solange Zahnpasta die einzige Fluoridquelle ist (SCCP/0882/05). Eine Monografie des US National Toxicology Program (2024) verbindet hohe Gesamtaufnahmen, etwa Trinkwasser mit mehr als 1,5 mg Fluorid je Liter, mit niedrigerem IQ bei Kindern; Zahnpasta hat sie nicht gesondert bewertet. Stufe 1 bildet hier die Kennzeichnungspflicht und die Höchstmenge der Verordnung ab (höchstens 0,15 Prozent Fluor, Pflichthinweis für Kinder bis 6 Jahre, VO (EG) 1223/2009 Anhang III); sie ist keine Empfehlung gegen fluoridhaltige Zahnpasta.
Quelle: CosIng: SODIUM MONOFLUOROPHOSPHATE (04.10.2026)